Euphrynichus bacillifer (Amblypygi / Geißelspinne)

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Beschreibung

Name: Euphrynichus bacillifer
Herkunft: weit verbreitet im mittleren bis südlichen Afrika
Biotop: feuchtere Gebiete
Lebensweise: nachts auch am Boden, sonst Spalten und Höhlen in Bäumen und Felsen
Körperlänge adult: ab ca. 20-mm geschlechtsreif, teils auch vorher, sehr alte Tiere bis max. 45mm
Temperatur:  von 24°-30°C
Luftfeuchte: hoch! 80-95%

Jungtiere (ÖNZ, kein WF!) ca. I 4-I6, ca. 12-18mm

Geißelspinnen (Amblypygi) waren früher fast unbekannt, sind aber spätestens seit Harry Potter in den Fokus gerückt. Sie besitzen weder Gift- noch Spinndrüsen. Für Geißelspinnen typische körperliche Anpassung an die Lebensweise sind das stark verlängerte, nicht mehr zur Fortbewegung genutzte erste Laufbeinpaar, die zu mehr oder minder stark bedornten Fangarmen umgewandelten Pedipalpen und der flache Körperbau.
Viele Geißesspinnenarten leben in Höhlen. Die Wahrnehmung ihrer Umwelt und die innerartliche Kommunikation erfolgt überwiegend über die für die Familie namensgebenden „Geißeln“. Beute wird blitzschnell mit den Fangarmen gegriffen und dann zu den Chelizeren geführt, wie auch bei Skorpionen. Da die Fangarme nicht die Kraft der Chelizeren von Vogelspinnen oder der Scherenhände von Skorpionen entwickeln und den Amblypygi auch kein lähmendes Gift zur Verfügung steht, wird von den meisten Arten eher kleine Beute bevorzugt.

Euphrynichus bacillifer kommt weiten Teilen von Mittel- und Südafrika vor. Vorkommen sind z. B. aus Angola, Kenia, Mozambik, Madagaskar, Malawi, Tanzania, Zambia, und Zimbabwe bekannt. Wie viele Geisselspinnen kommt auch Euphrynichus in größeren Höhlen unter Baumrinden und in Ritzen von Felsen vor. Es werden fast ausschließlich feuchtere Gebieten besiedelt, was auch bei der Haltung berücksichtigt werden muss.

Euphrynichus bacillifer können recht groß werden. Sie machen wie weibliche Vogelspinnen keine terminale Häutung durch und wachsen somit ihr Leben lang. Namensgebend für die Art sind die stäbchenförmigen(= bacilliformen) Auswölbungen auf der anterioren Seite der Pedipalpen Tibiae. Bei den Männchen sind diese zur innerartlichen Kommunikation mit Drüsen besetzt. Die Tiere sind früh geschlechtsreif, z. T. kann dies schon nach etwa anderthalb Jahren der Fall sein.

Wie fast alle Geißelspinnen sind auch Euphrynichus bacillifer nachtaktiv. Während die Tiere tags überwiegend beieinander an vertikalen oder überhängenden Flächen ruhen, wagen sie sich nachts auch auf den Boden, um dort nach Beute zu suchen. Bewegen Sie sich, nutzen sie das zu Geißenl umgewandelte vorderste Beinpaar und erkunden die Umgebung damit konstant tastend. Wird Beute erkannt, öffnen sie die Fangarme. Dann bewegt sich die Geißelspinne langsam auf die Beute zu. Im letzten Schritt wird die Beute sehr gezielt und blitzschnell mit den bedornten Fangarmen ergriffen. Geißelspinnen versuchen auch, sich, wenn man sie ergreift, mit den bedornten Fangarmen zu verteidigen. Sie kommen in der Regel nicht durch die Haut. Es piekst aber. Teilweise versuchen sie auch, mit den Chelizeren zu zwicken. Selbst wenn die Tiere durch die Haut kommen, ist dies völlig ungefährlich.
Bei der Haltung von Euphrynichus bacillifer ist unbedingt zu beachten, dass diese eine konstant hohe Luftfeuchte benötigen und Trockenheit sehr schlecht vertragen. Es sollte sowohl das Substrat immer etwas feucht sein, als auch regelmäßig gesprüht werden. Ein Wassernapf ist ebenfalls angeraten.
Da die Tiere eine ausgesprochen hohe innerartliche Toleranz aufweisen, ist eine Gruppenhaltung  sehr gut möglich. Das Terrarium muss nicht riesig sein, es ist jedoch wichtig, dass ausreichend Laufflächen vorhanden sind. Als Größe empfehlen wir mindestens 20x20x30cm (LxBxH) für ein Tier oder 30x30x40cm für eine kleinere Gruppe. Die Tiere können nicht an Glas laufen. Daher sind unbedingt ausreichend Korkplatten oder Korkröhren als Laufflächen vorzusehen. Diese sollten z. T. auch so schräg gestellt sein bzw. sollten auch waagerechte Flächen da sein, dass sich die Tiere ohne Probleme frei hängend häuten können. Da die Tiere nicht graben, reicht theoretisch eine niedrige Substrathöhe. Wir empfehlen dennoch etwas mehr Substrat (5-8cm), da die nötige Feuchtigkeit dann einfacher und konstanter gehalten werden kann. Stauluft mögen die Tiere nicht. Es sollte also eine effektive Lüftung vorhanden sein. Als Futter empfehlen wir eher kleinere Futtertiere (= maximal halber Körperlänge). Heimchen oder Fliegen sind gut geeignet.

 

 



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