Eresus walckenaeri (Greece, Peloponnes)

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Beschreibung

Bezeichnung: Eresus walckenaeri
Herkunftsland: östlicher Mittelmeerraum (Peloponnes, Griechenland)
Lebensweise / Lebensraum: sonnenbeschienene Flächen, am Fuß von Felsen, unter Steinen
Temperatur: 15°C bis 28°C
Feuchtigkeit: semiaride bis aride (LF 30-55%)
Größe adult (ca.): 2-3cm ( max. bis 4cm)
angebotene Tiere: NZ 08/2020

Eresus walckenaeri  wird umgangssprachlich auch Griechische Röhrenspinne oder Mittelmeer-Röhrenspinne genannt. Sie gilt mit bis zu 4cm als größte Eresidae. Im Regelfall erreichen die Weibchen 2,5-3cm Körperlänge. Zwischen Männchen und Weibchen besteht ein auffälliger Geschlechtsdimorphismus, die Männchen sind deutlich kleiner und rot gefärbt. Daher auch der englische Trivialname „Ladybug Spider“ (Marienkäferspinne). Die  Netze sind oft „dreieckig-schlauchförmig und schimmern leicht rosa- gelblich. Da die Netze nicht aufgefressen werden sammelt sich darin z. T. einiges an Dreck an. An Beute wird genommen was die Spinnen überwältigen kann. Z. B. große Käfer gehören oft dazu, sie verfangen sich in den feinen Kräuselfäden, wenn sie über das Netz laufen oder darauf fallen. Die Spinne läuft unter dem Netz zur Beute und packt diese.

Adulte Weibchen sterben in der Regel im Oktober. Haben die Weibchen Junge, dienen sie diesen als Nahrung. Die zahlreichen Jungtiere verlassen den Unterschlupf ihrer (toten) Mutter z. T. schon im Oktober und verbreiten sich über so genanntes Balloning  den „Spinnenflug am Spinnfaden“.

Bevorzugter Lebensraum sind sonnenbeschienen, felsige Bereiche. Die Netze finden sich häufig am Fuß der Felsen wo der Unterschlupf in Spalten liegt oder ins angrenzende Erdreich gegraben wird. Ödlandflächen, wo die Tiere unter Steinen ihren Unterschlupf haben. Z. T. wie auch Olivenhaine werden ebenfalls besiedelt. Feuchte oder schattige Bereiche werden gemieden. Wenn die Bedingungen passen, ist sie häufig zu finden, wobei die Tiere nicht dicht an dicht leben und daher keine Kolonien festzustellen sind.

Die Fangnetze sind selten länger als 25cm. Der Unterschlupf kann noch mal 15-20cm tief reichen. Eresus walckenaeri verlassen Netz und Unterschlupf an sich nicht, mit Ausnahme adulter Männchen. Als Terrariengröße bieten sich Behälter ab 20x20x20cm an. Der Boden darf steinig lehmig sein. Wird an der Rückwand eine Fels-Spalte nachgebaut nimmt die Spinne diese gerne als Unterschlupf an. Es sollten ein paar Strukturen vorhanden sein an denen das Netz befestigt werden kann. Das Substrat sollte trocken sein. Einmal wöchentlich etwas Wasser ins Gespinst sprühen reicht den Tieren völlig.

 



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