Beschreibung
Haploclastus sp. Kali
(nach neuem Stand eigenlich Cilantica sp. kali, früher Thrigmopoeus sp. Kali)
Haploclastus sp. kali ähnelt als adultes Tier Cilantica devamatha ist ist jedoch als Jungtier sehr ähnlich Cilantica agastyaensis gefärbt. Die Art ist bisher noch nicht wissenschaftlich beschrieben worden. Aufgrund der räumlichen Nähe der Verbreitung zu Cilantica devamatha ist nicht ausgeschlossen, dass es sich um einen Farbmorphe der Art handelt.
| Bezeichnung:Haploclastus sp. kali | |
| Herkunft:Indien, Western Ghats | |
| Lebensweise:Röhrenbewohner | |
| Größe, adult:bis 6 cm | |
| Temperatur, ca.: 26°C – 30°, Luftfeuchte, ca.:70 – 85 % |
Angebotene Tiere: ENZ 2019, 4-5cm, adult, weiblich
Die Vertreter der Gattungen Cilantica, Haploclastus und Thrigmopoeus sind klassischen Röhrenbewohner, die in der Natur gerne an Straßen- oder Wegböschungen ihre Röhren anlegen. Bei Haploclastus sp. Kali ist das erste Stück der ca. 20-40cm langen Röhre meist fast waagerecht, dann knickt die Röhre mehr oder minder schräg nach unten ab. Der vordere Bereich wird durch einen Tubus aus Blättern und Erde trichterförmig erweitert. Auch das ist typisch für fast alle Arte der vorgenannten Gattungen. Sie gleichen darin den ostasiatischen Ornithoctoninae.
Die Art wurde früher im Hobby überwiegend als Thrigmopoeus sp. Kali bezeichnet da die Verwandschaft zu Thrigmopoeus psychedelicus offensichtlich war. Ältere adulte Weibchen wie auch adulte Männchen beider Arten ähneln sich sehr. Jungtiere weichen farblich deutlich von einander ab. Alte Weibchen können bis zu 6cm Körperlänge erreichen und sind überwiegend schwarz gefärbt. der Carapax ist metallisch silbrig gefärbt, dieses etwas dämonische Aussehen und das „freundliche Wesen der Art“ verhalf Ihr zu ihrem Namen „Kali“ der bedeutende indischen Göttin des Todes, der Zerstörung und der Erneuerung.
Der Kokon wird bei Arten der Gattungen Thrigmopoeus, Haploclastus und Cilantica zumindest anfänglich wie bei einigen afrikanischen Vogelspinnen hängematten-ähnlich aufgehängt. Bei Haploclastus sp. Kali wird der Kokon relativ schnell gelöst und gleicht dannn einem normalen Kokon, wird aber häufiger am Ende der Röhre abgelegt als bei vielen anderen Arten. Nach unseren erfahrungen enthält ein Kokon meist 70-120 Jungtiere. Bei Thrigmopoeus bleibt er bis zum Schluss als „Hängematte“ erhalten. Die Jungtiere, z. T. auch die adulten Tiere zeigen eine höhere innerartliche Toleranz auf. Gruppenaufzucht bis zur dritten FH war regelmäßig ohne Verluste möglich. Bei der nahe verwandten Art Cilantica agasthyaensis können die Jungtiere auch deutlich länger zusammengehalten werden.
Als Einrichtung im Terrarium reichlich grabfähige Erde anbieten. Kleinere Blätter sollten nicht fehlen, möchte man dass die Tiere den schönen Trichter am Röhreneingang anlegen. Als Terrariengröße für das erwachsene Tier empfehlen wir 30 x 30 x 30 cm. Die Fütterung erfolgt unkompliziert mit Futterinsekten angepasster Größe wie z. B. Heimchen.
















