Cilantica devamatha (früher Haploclastus, Thrigmopoeus psychedelicus)

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Beschreibung

Cilantica devamatha

(syn. Haplocastus devamatha, Thrigmopoeus psychedelicus)

Cilantica devamatha ist durch ihre psychedelische Färbung sicherlich eine der spektakulärsten indischen Vogelspinnen.

Bezeichnung: Cilantica devamatha
Herkunft: Indien, Western Ghats
Lebensweise: Röhrenbewohner
Größe, adult: bis 5 cm
Temperatur, ca.: 26°C – 30°C
Luftfeuchte, ca.: 70 – 85 %
Angebotene Tiere: ENZ  2019, 4-5cm, adult, weiblich

Die Vertreter der Gattungen Cilantica, Haploclastus und Thrigmopoeus sind klassische Röhrenbewohner, die in der Natur gerne an Straßen- oder Wegböschungen ihre Röhren anlegen. Bei Cilantica devamatha ist das erste Stück der ca. 20-40cm langen Röhre meist fast waagerecht, dann knickt die Röhre mehr oder minder schräg nach unten ab. Der vordere Bereich wird durch einen Tubus aus Blättern und Erde trichterförmig erweitert. Auch das ist typisch für fast alle Arte der vorgenannten Gattungen. Sie gleichen darin den ostasiatischen Ornithoctoninae.

Die Art wurde früher im Hobby überwiegend als Thrigmopoeus psychedelicus bezeichnet, obwohl sie im gleichen Jahr (2014) bereits von einem anderen indischen Biologenteam als Haploclastus devamatha beschrieben wurde. Im Jahre 2018 wurde der Sachverhalt untersucht und auf einen Synonymisierung zugunsten der Erstbeschreibung entschieden. Später wurde vom Beschreiber von Thrigmopoeus psychedelicus dann die neue Gattung Cilantica aufgestellt, in die diese Art dann transferiert wurde. Man könnte sagen indische Taxonomie folgt den Eigenarten des indischen Straßenverkehrs: für Mitteleuropäer nicht immer nachvollziehbar, aber funktioniert irgendwie.

Diese Färbung ist ab etwa 5. FH bis ins frisch adulte Alter vorhanden und verliert sich mit dem Alter jedoch wieder etwas.

Der Kokon wird bei Arten der Gattungen Thrigmopoeus, Haploclastus und Cilantica zumindest anfänglich wie bei einigen afrikanischen Vogelspinnen hängematten-ähnlich aufgehängt. Bei Cilantica wird der Kokon relativ schnell gelöst und gleicht dann einem normalen Kokon, wird aber häufiger am Ende der Röhre abgelegt als bei vielen anderen Arten. Bei Thrigmopoeus bleibt er bis zum Schluss als „Hängematte“ erhalten. Die Jungtiere, z. T. auch die adulten Tiere zeigen eine höhere innerartliche Toleranz. Gruppenaufzucht bis zur dritten FH war regelmäßig ohne Verluste möglich. Bei der nahe verwandten Art Cilantica agasthyaensis können die Jungtiere auch deutlich länger zusammen gehalten werden.

Als Einrichtung im Terrarium reichlich grabfähige Erde anbieten. Kleinere Blätter sollten nicht fehlen, möchte man, dass die Tiere den schönen Trichter am Röhreneingang anlegen. Als Terrariengröße für das erwachsene Tier empfehlen wir 30 x 30 x 30 cm. Die Fütterung erfolgt unkompliziert mit Futterinsekten angepasster Größe wie z. B. Heimchen.

(Foto zeigt Tier in der 6. FH.)



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